Förderverein der Behindertenhilfe e.V.


 

 

 

 

Wir, der Verein 

Die Mitglieder des Vereins „Mobile e.V.“ haben sich zum Ziel gesetzt, schwerstbehinderten Menschen aller Altersgruppen und deren Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, um langfristig deren Verbleib im eigenen häuslichen Umfeld zu sichern.
In den vergangenen fast neun Jahren entstanden durch unglaubliches, privat finanziertes Engagement der Besitzer und Vermieter, die Möglichkeiten für das Entstehen von bisher 4 trägerunabhängigen Wohngemeinschaften.

Diese Wohngemeinschaften bieten Schwerstbetroffenen Menschen die keine Familie haben, oder deren Verbleib aufgrund ihrer schweren Erkrankung oder Behinderung in der Familie nicht mehr möglich ist, ein Zuhause auf Zeit oder auf Dauer.

Nicht selten bedeutet es besonders für die Angehörigen, dass nach plötzlichem Eintritt einer schweren Erkrankung oder Behinderung bei Eltern, Ehepartnern oder Kindern, eine weitere Berufstätigkeit für die Pflege des Angehörigen mit allen hieraus resultierenden sozialen Folgen aufgegeben werden muss. Manchmal sind es nur ein paar Wochen oder Monate, häufig jedoch Jahre oder auch für immer, dass ein schwerstbetroffener Mensch der kontinuierlichen pflegerischen und therapeutischen Versorgung bedarf.
Eine Alternative zur Heimunterbringung, bei der auch die Familienangehörigen sich -wenn sie es wünschen- im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv in die Versorgung des betroffenen Menschen mit einbringen können, bietet das Leben in einer Wohngemeinschaft. 
Es wird in besonderem Maße darauf Wert gelegt, dass in den Wohngemeinschaften unabhängig vom Schweregrad der Erkrankung ein Höchstmaß an Eigenständigkeit erhalten bleibt oder schnellstmöglich wieder erlangt wird.
Hierbei helfen die in der Regel ausgeprägten familienähnlichen Strukturen, deren Ausbildung nur in kleinen und überschaubaren Wohngruppen möglich ist.
Ergänzend zu Pflege, Therapie und Freizeitgestaltung finden Maßnahmen zur sozialen und beruflichen Wiedereingliederung statt. 
Es ist mit Sicherheit nicht immer einfach Menschen, die sich vorher nie in ihrem Leben begegnet sind, zu einer Gruppe mit dem hierfür erforderlichen Gemeinschaftsgefühl zusammenzuführen. Dennoch ist es in den vergangenen fast sieben Jahren, bei mittlerweile weit mehr als 60 WG-Bewohnern, die diese Lebensform in Koberg und Basthorst gemeinsam mit der Unterstützung von Angehörigen oder Betreuern für sich gewählt haben, in nur 2 Fällen missglückt, die Betroffenen in die Gemeinschaft zu integrieren.

Die Mitglieder des Vereins Mobile e.V. befinden sich auf der ständigen Suche nach neuen, innovativen Lebensformen für schwerstbehinderte Menschen, die einer durch Fachpersonal gesicherten Rund-um-die-Uhr-Versorgung bedürfen.


Pflegerische- und hauswirtschaftliche Versorgung
Der seit 21 Jahren bestehende Pflegedienst Hamester, dessen Eigentümerin und Mitarbeiter auf eine siebzehnjährige Erfahrung in der Rund-um-die-Uhr Versorgung schwerstbetroffener Menschen mit erworbenen Hirnschäden, im Zustand nach Polytrauma, sowie fortschreitenden neurologischen Erkrankungen der Pflegegrade 2, 3, und 5 die in unabhängigen Wohngemeinschaften leben zurückblicken kann.
Die fachliche Leitung des Teams, sowie die Qualitätssicherung der Arbeitsabläufe, wird im Wechsel durch jeweils eine der Pflegedienstleitungen dieses Betriebes kontinuierlich sichergestellt. 


Ein sich stetig weiter ausbreitender Flächenbrand
Anders ist die sich abzeichnende Entwicklung, die in den neunziger Jahren maßgeblich auch mit durch den Verein „Freunde alter Menschen“ in Berlin mit ausgelöst wurde nicht zu bezeichnen.
Anfragen an uns, auf unterstützende Beratung von Pflegediensten aus Rheinland-Pflaz, Schleswig-Holsteinan, Mecklenburg Vorpommern, Sachsen, Brandenburg und Nordrhein–Westphalen im letzten Jahr zeigen, wie groß und stetig wachsend das Interesse von Initiatoren, Betroffenen und Angehörigen ist, Alternative Lebens- und Versorgungsmöglichkeiten zu einer Heimunterbringung zu finden. 
Seit 1995 organisiert der Verein Freunde alter Menschen in Berlin Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz. 
Besonders in der Anfangsphase blies dem Verein ein heftiger Wind, wenn nicht gar Sturm des Widerstandes entgegen. Dennoch lies man sich nicht unterkriegen. Es wurde bis heute auf der politischen Ebene sehr viel bewegt. Mittlerweile sind die über 130 Wohngemeinschaften in Berlin ein anerkanntes Angebot. Durch die Beratung des Vereins, bei der das erworbene Wissen und die jahrelange Erfahrung weiter transportiert wurden, entstanden und entstehen seit Jahren bundesweit in Großstädten Initiativen und Wohnprojekte nach dem erfolgreichen Muster der Berliner.